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Depixelise
Artikel · 5 Min.

JPG oder PNG für dein Logo: Was passt für Web und Druck?

JPG oder PNG? Fürs Logo meist PNG: durchsichtiger Hintergrund, saubere Kanten. JPG für Fotos, für Plotter und Stickerei meist eine Vektordatei.

Von Gaël Pons

Veröffentlicht am

eine Hand hält vor dem Himmel zwei Sticker mit dem Logo PIXO, einer mit rechteckigem weißem Hintergrund, der andere sauber ohne Hintergrund ausgeschnitten, am Rand ein Depixelise-Sticker

Bei der Frage JPG oder PNG gewinnt für dein Logo fast immer das PNG: Es kann einen durchsichtigen Hintergrund speichern und hält die Kanten sauber. Das JPG ist für Fotos gemacht. Für den Schneideplotter brauchst du eine Vektordatei aus Formen statt Pixeln, für Stickerei und Siebdruck meist ebenfalls.

Für dein Logo ist das PNG in fast allen Fällen das bessere Format, ob auf der Website, in einer Präsentation, in einem Word-Dokument oder in deinem Social-Media-Profil. Es kann Bereiche durchsichtig lassen, sodass dein Logo ohne weißen Rahmen auf jeder Farbe sitzt, und es komprimiert verlustfrei: Beim Speichern bleibt jeder Bildpunkt, wie er ist. Adobe sagt es in seinem Vergleich von JPEG und PNG deutlich: Im Logo-Design schneidet PNG besser ab, weil es Transparenz unterstützt, und für nicht rechteckige Logos oder Grafiken mit viel Text eignet sich JPEG kaum.

Der große Vorteil des JPG, die kleine Datei bei Fotos, spielt bei einem Logo kaum eine Rolle. Fragt dich also jemand, ob du dein Logo als PNG oder JPG schicken sollst, lautet die Antwort für alles, was auf einem Bildschirm erscheint: PNG.

Was ist der Unterschied zwischen JPG und PNG?

Der Unterschied zwischen den Bildformaten JPG und PNG liegt in der Kompression und in der Transparenz: Ein JPG wird klein, indem es Bildinformationen dauerhaft weglässt, und kennt keinen durchsichtigen Hintergrund. Ein PNG speichert jeden Bildpunkt unverändert und kann Bereiche leer lassen.

Hinter dem Unterschied steckt der Zweck der beiden Formate. Das JPEG-Verfahren ist laut Wikipedia für natürliche Bilder entwickelt worden, also für Fotos; für digitale Strichzeichnungen mit vielen harten Kanten, etwa Screenshots, sind Formate wie GIF oder PNG weitaus besser geeignet. Ein Logo gehört genau zu dieser zweiten Sorte.

JPG (JPEG)PNG
Durchsichtiger HintergrundNein, leere Flächen werden mit einer Farbe gefülltJa, wenn die Datei Transparenz speichert (Alphakanal oder Transparenzpalette), auch halb durchsichtig
KompressionVerlustbehaftet, mit etwas Qualitätsverlust bei jedem neuen SpeichernVerlustfrei, das Bild bleibt identisch
Kanten von Schrift und FarbflächenSprenkel und leichte SchlierenSauber
DateigrößeKlein bei FotosGroß bei Fotos, oft klein bei Logos mit wenigen Farben
CMYK für den DruckMöglich, aber seltenNicht unterstützt
Gemacht fürFotosLogos, Icons, Grafiken mit Text

Warum hat dein Logo als JPG einen weißen Kasten?

Dein Logo hat als JPG einen weißen Kasten, weil dieses Format nichts durchsichtig lassen kann: Jeder Bildpunkt bekommt eine Farbe, und der leere Raum um dein Logo wird gefüllt, meist mit Weiß. Auf weißem Papier fällt das niemandem auf. Auf einem Foto, einer dunklen Präsentationsfolie oder einem navyblauen Vereinstrikot steht dein Logo dagegen in einem weißen Rechteck.

Sehen kannst du das im Mockup-Generator: Wähl ein T-Shirt in Schwarz oder Navy und such dein JPG über „Logo auswählen“ aus. Ist sein Hintergrund einheitlich hell, erscheint die Option „Weißen Hintergrund entfernen“, schon angehakt. Entfernst du den Haken, zeigt sich der Kasten auf dem dunklen Stoff. Angehakt blendet die Option den Hintergrund nur in der Vorschau aus; deine Datei behält ihn.

Ein PNG löst das Problem nur, wenn es wirklich durchsichtige Pixel enthält. Dafür braucht die Datei Transparenzangaben: meist einen Alphakanal, also eine zusätzliche Angabe pro Pixel, wie stark es deckt; ein PNG mit Farbpalette (PNG-8) weist stattdessen jedem Paletteneintrag einen Alphawert zu. Laut der PNG-Spezifikation des W3C steht ein Alphawert von null für volle Transparenz. Wurde dein Logo mit seinem weißen Hintergrund als PNG exportiert, ist es so wenig durchsichtig wie ein JPG. Leg dein PNG deshalb einmal auf eine dunkle Fläche: Bleibt um das Logo oder im Inneren der Buchstaben Weiß stehen, ist der Hintergrund noch da. Manche PNGs aus dem Netz zeigen außerdem ein grau-weißes Schachbrett, das ins Bild gemalt ist. Wie du ein PNG mit aufgemaltem Schachbrett erkennst, zeigt unser Artikel über das Umwandeln von PNG in SVG.

Woher kommen die Flecken um die Schrift im JPG?

Die Flecken um die Schrift in einem JPG sind Kompressionsartefakte: Das Format spart Speicherplatz, indem es Bildinformationen weglässt, und an harten Farbwechseln wie dem Rand eines Buchstabens bleiben dabei Sprenkel und Schlieren zurück. Bei starker JPEG-Kompression fallen Blockartefakte besonders auf, und an kontrastreichen Stellen laufen „Wellen“ durchs Bild. Ein Landschaftsfoto verzeiht das, ein dunkler Schriftzug auf weißem Grund nicht.

Jedes erneute Speichern als JPG komprimiert das Bild noch einmal mit Verlust. Die Flecken sitzen danach fest in den Pixeln: Ein Wechsel des Formats entfernt sie nicht. Wie du mit JPG-Artefakten beim Umwandeln in SVG umgehst, steht in einem eigenen Artikel.

Welche Datei ist kleiner, JPG oder PNG?

Bei einem Foto ist das JPG die kleinere Datei, bei einem Logo aus wenigen Farbflächen oft das PNG. Für Fotos liefert JPEG meist kleinere Dateien als PNG; bei Bildern mit Text, Strichzeichnungen oder Grafiken kann PNG die Daten dagegen stärker komprimieren als JPEG. Ein Schriftzug in zwei Farben ist so ein Bild.

Bei einem Logo entscheidet die Dateigröße ohnehin selten: Transparenz und saubere Kanten wiegen schwerer als ein paar Kilobyte.

Wird ein JPG durchsichtig, wenn du es in PNG umwandelst?

Nein, ein JPG wird nicht durchsichtig, wenn du es in PNG umwandelst: Ein einfacher Formatwechsel übernimmt jedes Pixel unverändert in die neue Datei, auch das Weiß des Hintergrunds. Auch die Flecken der JPG-Kompression bleiben. Das PNG verhindert nur, dass beim nächsten Speichern neue dazukommen, weil es verlustfrei komprimiert.

Für einen wirklich leeren Hintergrund muss das Weiß entfernt werden, von Hand in einem Bildprogramm oder mit einem Werkzeug, das dein Logo freistellt. Brauchst du ohnehin eine Vektordatei, kann ein Vektorisierungstool, das den Hintergrund entfernt, beides in einem Schritt erledigen.

PNG oder JPG für Website, Social Media und Präsentation?

Für Website, Social Media und Präsentationen nimmst du dein Logo als PNG mit durchsichtigem Hintergrund, auf einer Website auch als SVG, wenn dein Baukasten dieses Format annimmt. Das SVG ist eine Vektordatei aus Formen statt Pixeln und bleibt auf jedem Bildschirm scharf. Was eine SVG-Datei für dein Logo leistet, erklären wir ausführlich.

Ein PNG für die Website exportierst du am besten doppelt so breit, wie es angezeigt wird. Hochauflösende Bildschirme arbeiten mit zwei oder mehr Gerätepixeln pro CSS-Pixel: Ein Logo, das 200 Pixel breit erscheint, braucht dort 400 Pixel oder mehr, um scharf zu wirken.

Auf einem Titelbild, einem Foto oder einer farbigen Folie zeigt ein JPG-Logo seinen weißen Kasten, ein sauberes PNG nicht. Fotos von deinem Laden, deinem Team oder deinen Produkten speicherst du dagegen als JPG: Dort spielt das Format seine Stärke aus.

Reicht ein JPG oder PNG für den Druck?

Ein JPG oder PNG reicht für den Druck nur, wenn deine Druckerei mit einem Pixelbild arbeitet und die Datei genug Pixel für die gewünschte Größe hat. Beide Formate sind Pixelgrafiken (Rastergrafiken): Sie speichern eine feste Zahl von Bildpunkten, und über eine bestimmte Größe hinaus wird das Logo unscharf. Rechnet deine Druckerei mit den für den Druck üblichen 300 dpi, ergibt ein PNG mit 1.500 Pixeln Breite ein scharfes Logo von höchstens 12,7 cm (1.500 ÷ 300 × 2,54). Den Wert für dein eigenes Bild zeigt dir der Rechner Pixel in cm. Für einen Flyer oder ein Plakat im Digitaldruck kann ein ausreichend großes PNG genügen.

Beim PNG kommt eine Grenze bei den Farben dazu. Weil es ursprünglich fürs Web entwickelt wurde, kennt PNG keine CMYK-Farbmodi, und Adobe hält es für Print-Produktionen für eher ungeeignet. Vor dem Vierfarbdruck (CMYK) werden die RGB-Farben deines PNG deshalb umgerechnet. Was dabei mit deinen Farben passiert, zeigt unser Artikel RGB oder CMYK. Ein JPG kann zwar CMYK-Farben enthalten, doch dafür gibt es nur wenige kompatible Programme, und solche Dateien sind entsprechend selten.

Für manche Aufträge reicht keins von beiden. Ein Schneideplotter führt sein Messer an den Konturen einer Vektorgrafik entlang durch die Folie, bei Textilmotiven durch Flex- oder Flockfolie. Ein Pixelbild bietet ihm keinen Umriss, dem er folgen kann. Für Stickerei und Siebdruck wird meist ebenfalls eine Vektordatei im passenden Format verlangt, aus der die Stickdatei oder die Siebe entstehen. Die Lasergravur ist großzügiger: Im Rastermodus fährt der Laser Zeile für Zeile über die Fläche und graviert so auch Fotos.

Wann nimmst du JPG, PNG oder eine Vektordatei?

Ein JPG nimmst du für Fotos, ein PNG mit durchsichtigem Hintergrund für dein Logo auf Bildschirmen und in Dokumenten, und eine Vektordatei, sobald dein Logo geschnitten wird oder dein Pixelbild für die gewünschte Druckgröße nicht reicht; für Stickerei und Siebdruck wird sie meist ebenfalls verlangt.

EinsatzDateiWarum
Website, OnlineshopSVG oder PNG mit durchsichtigem HintergrundScharf und ohne weißen Kasten
Social Media, Präsentation, Word-DokumentPNG mit durchsichtigem HintergrundPasst auf jede Hintergrundfarbe
Fotos von Laden, Team oder ProduktenJPGKleine Datei bei Fotos
Flyer oder Plakat im DigitaldruckGroßes PNG, wenn die Druckerei es annimmtGenug Pixel für die Druckgröße
Flexfolie, Flockfolie, KlebeschriftVektordatei (SVG, PDF oder EPS)Der Plotter folgt den Konturen
Stickerei, SiebdruckMeist eine VektordateiGrundlage für Stickdatei und Siebe
LasergravurVektordatei oder großes PixelbildJe nach Arbeitsweise der Werkstatt

Eine Vektorgrafik beschreibt dein Logo mit Umrissen und Farbflächen statt mit Pixeln und bleibt deshalb vom Briefkopf bis zur Bandenwerbung scharf.

Wie wird aus deinem JPG oder PNG ein Logo für jeden Einsatz?

Aus deinem JPG oder PNG machst du mit Depixelise vier Logo-Dateien, je eine für einen anderen Einsatz. Das ist 100 % kostenlos und klappt ohne Konto; ein Wasserzeichen gibt es nicht. Du ziehst dein Logo so in das Feld, wie du es hast, auch das JPG mit dem weißen Kasten. Das Feld akzeptiert vier Formate, PNG, JPG, WebP und SVG, und Dateien bis 10 MB.

Auf dem Server durchläuft dein Logo drei Schritte: Es wird vergrößert, falls es zu klein ist, vom Hintergrund getrennt und als Kurven neu gezeichnet. Rund zehn Sekunden später siehst du dein Logo in Großansicht, mit einem Schieberegler zwischen Original und Ergebnis. Stell den Hintergrund der Vorschau auf „Dunkel“ und zoome auf 800 %, um weiße Reste an den Buchstaben zu suchen.

Das Druckpaket erreicht dich per E-Mail. Seine vier Dateien beantworten die Formatfrage je für einen anderen Zweck: das SVG für Druckerei, Plotter und Stickerei, ein freigestelltes PNG, 2.000 Pixel breit, für Website, Präsentation und Social Media, eine ganz schwarze Fassung für Stempel und Gravur sowie eine ganz weiße für dunkle Stoffe.

Eine Einschränkung gehört dazu: Ein zu kleines Ausgangsbild wird automatisch vergrößert, und Depixelise baut dabei seine Formen neu auf. Leg in diesem Fall Ergebnis und Original nebeneinander und prüf jeden Buchstaben.

FAQ

Kann WebP das PNG für dein Logo ersetzen?

Für das Logo auf deiner Website kann WebP das PNG ersetzen: Laut Google unterstützt WebP Transparenz, und verlustfreie WebP-Bilder sind 26 % kleiner als PNG-Bilder. Chrome, Safari, Firefox, Edge und Opera zeigen das Format an. Geht dein Logo an eine Druckerei oder einen anderen Dienstleister, frag nach, ob WebP angenommen wird; sonst bleibt das PNG die sichere Wahl.

Taugt ein GIF als Logo-Datei?

Ein GIF kann ein Logo zeigen, ein PNG macht es aber besser: GIF speichert höchstens 256 Farben, und jedes Pixel ist entweder voll sichtbar oder ganz durchsichtig. Halb durchsichtige Randpixel, die eine Schrift auf dunklem Grund weich auslaufen lassen, kennt das Format nicht. Seine Stärke liegt woanders: Ein GIF kann mehrere Einzelbilder speichern und so ein Logo animieren.

Was passiert, wenn du ein PNG-Logo als JPG speicherst?

Speicherst du ein PNG-Logo als JPG, verliert es seine Transparenz: Das Programm füllt die durchsichtigen Bereiche mit einer Farbe, oft mit Weiß. Dazu kommen Kompressionsflecken an den Kanten der Schrift. Heb das PNG deshalb immer auf und exportiere ein JPG nur, wenn eine Plattform ausdrücklich danach verlangt.

Welches Format nimmst du für das Logo in deiner E-Mail-Signatur?

Für deine E-Mail-Signatur nimmst du das Logo als kleines PNG mit durchsichtigem Hintergrund. Liest jemand deine Nachricht im dunklen Modus, kann ein JPG-Logo dort in einem weißen Kasten erscheinen, und ein dunkles Logo auf durchsichtigem Grund kann fast verschwinden. Schick dir deshalb eine Testmail und sieh sie dir im dunklen Modus an.

Wofür stehen die Abkürzungen JPG und PNG?

PNG steht für Portable Network Graphics, JPG für JPEG: Diese Bezeichnung geht auf das Gremium Joint Photographic Experts Group zurück, und die Norm wurde 1992 vorgestellt. Über die Qualität einer Datei sagen die Namen nichts: Ein PNG ist nicht automatisch hochauflösend, ein JPG nicht automatisch schlecht.